Der Bundesverband der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) nimmt den angekündigten Verzicht von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer auf die Kanzlerkandidatur und damit langfristig einhergehend vom Parteivorsitz mit großem Respekt zur Kenntnis: „Annegret Kramp-Karrenbauer führt die CDU in einer schwierigen Zeit. Die Union ist in den letzten Jahren hinsichtlich ihrer programmatischen wie strategischen Ausrichtung vielstimmiger geworden. Geschlossenheit und Zusammenhalt waren und sind Kramp-Karrenbauers Antrieb, auch wenn oder gerade weil die Fliehkräfte immer stärker wurden. Dafür sind wir ihr auch als LSU dankbar.“, so Alexander Vogt, Bundesvorsitzender der LSU.

Alexander Vogt weiter: „Auch wenn es Zeiten gab, in denen die Reibung zwischen uns und Frau Kramp-Karrenbauer größer war, so zeichnet sie sich in Ihrer Zeit als Parteivorsitzende gegenüber uns als innerparteilicher Interessenvertretung für LSBTI, immer durch die Bereitschaft zum Dialog aus. Die LSU sieht sie als selbstverständlichen Teil einer vielfältigen Union. Mit ihr sind wir unserem Ziel, ein Teil innerhalb einer modernen CDU zu werden entscheidende Schritte weitergekommen. Für unsere Partei ist es aber erst mal wichtig die personellen Weichen für die nähere Zukunft richtig zu stellen. Eine CDU unter neuer Führung muss mittelfristig dringend wieder den Anschluss an die jüngere, bürgerliche Generation gewinnen – und diese steht mehrheitlich klar für einen anderen LSBTI-Kurs, als ihn unsere Partei oft noch vermittelt. Dafür werden wir als LSU auch in Zukunft an der Spitze der Union mit all unseren Kräften einstehen.“