Mit großer Bestürzung haben wir erfahren, dass unser ehemaliges Bundesvorstandsmitglied Markus Klaer in der Nacht zum 21. Mai im Alter von 51 Jahren von uns gegangen ist. Markus war lange Jahre eine feste und verlässliche Größe auf allen Ebenen in der LSU.

2015 übernahm er neben all seinen anderen Verpflichtungen in der CDU das Amt des Landesvorsitzenden der LSU Berlin und wurde 2 Jahre später auch Mitglied im Kreisvorstand der LSU Tempelhof-Schöneberg. Dem Bundesvorstand der LSU gehörte Markus seit 2016 an. Alle drei Ämter hatte er bis 2019 inne.

Lieber Markus, Du fehlst uns!
Du fehlst uns im Vorstand schon seit 2019, aber jetzt noch viel mehr! Uns wird Dein verschmitztes Lächeln fehlen, das voller Wärme sein konnte, in dem aber auch so oft Verzweiflung über Dein unbelehrbares Gegenüber durchschien. Innerlich hast Du mit den Zähnen geknirscht, aber gelächelt, durchgeatmet und noch einmal – vielleicht nur mit erhöhtem Tempo – von vorn angefangen.
Fehlen wird eben auch diese so charakteristische Hartnäckigkeit. Wie oft hofften wir, mit einer Diskussion am Ende zu sein oder endlich eine Entscheidung treffen zu können? Doch dann hobst Du den rechten Zeigefinger, schütteltest vehement den Kopf und gabst uns mit leiser Stimme aber mit Nachdruck zu verstehen, dieses oder jenes nicht beachtet zu haben. Und wie recht Du doch oft hattest! Wir rollten mit den Augen und waren hinterher doch froh über das bessere Ergebnis.
Vor allem ärgerte es Dich wenn Du die Belange oder Bedürfnisse von Personen oder Personengruppen nicht angemessen berücksichtigt oder sie ungerecht behandelt glaubtest. Dabei war es unerheblich, ob dies nun bestimmte Mitglieder der LSU oder des Vorstands waren oder ob es um eine Gruppe ging: Berliner, Tempelhofer, Alte, Junge, Schöneberger, Lesben, Schwule, Bi, Trans* oder Inter, Deutsche oder nicht.
Menschen waren für Dich eben alle einfach Menschen.
Mit Rechten und Bedürfnissen und Pflichten. Du hast uns immer wieder auf unsere Pflicht hingewiesen, niemanden außer Acht zu lassen, auf alle zu achten.

Dein Engagement war unermüdlich. Du hast Dich oft nicht geschont. Haben wir anderen, hast Du – zu wenig auf Dich geachtet?

Wir vermissen Dich sehr.

Der Bundesvorstand der LSU