LSU-Ehrenpreis 2015 geht an Dr. Volker Jung

LSU-Ehrenpreis 2015 geht an Dr. Volker Jung

Lesben und Schwule in der Union würdigen Einsatz des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Akzeptanz

 

Der Bundesverband der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) zeichnet in diesem Jahr den Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Volker Jung, mit dem LSU-Ehrenpreis aus. „Dr. Volker Jung ist durch sein Reden und Wirken immer wieder dezidiert für die Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz homosexueller Menschen eingetreten – nicht zuletzt durch seine maßgebliche Mitarbeit in der Ad-Hoc-Kommission der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die den Text „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit. Familien als verlässliche Gemeinschaft stärken. Eine Orientierungshilfe des Rates der EKD“ zum Thema ‚Familie‘ aus dem Jahr 2013 verfasst hat“, erklärte der LSU-Bundesvorsitzende Alexander Vogt zur Entscheidung seines Verbandes. Die Verleihung des Ehrenpreises findet am 1. Oktober 2015 im Rahmen des Parlamentarischen Jahresempfangs der LSU in Berlin statt. Der LSU-Ehrenpreis wird alle zwei Jahre verliehen.

Erste Preisträgerin im Jahr 2011 war die frühere Bundestagspräsidentin und Bundesgesundheitsministerin Prof. Dr. Rita Süssmuth, die für ihre langjährigen Verdienste um gesundheitliche Aufklärung und im Kampf gegen HIV und AIDS gewürdigt wurde. Vor zwei Jahren zeichnete die LSU die so genannten „Wilden 13“ – eine Gruppe von Bundestagsabgeordneten der CDU/CSU – aus, die sich innerhalb ihrer Fraktion und öffentlich für die steuerliche Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften mit der Ehe eigesetzt hatten.

Der LSU-Ehrenpreis ist mit 1000,- Euro dotiert. Preisträger Dr. Jung hat bereits angekündigt, das Preisgeld für eine Familienberatungsstelle spenden zu wollen.

Pressemitteilung als PDF: 15-09-08_PI LSU-Ehrenpreis geht an Dr Volker Jung

LSU zum IDAHOT: „In Deutschland und weltweit ist noch viel zu tun!“

LSU zum IDAHOT: „In Deutschland und weltweit ist noch viel zu tun!“

Bundesvorsitzender Alexander Vogt: „Wir gedenken der Opfer von homophober und transphober Gewalt“

„Am Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie (IDAHOT) denken wir an alle Menschen, die heute noch Opfer von verbaler, psychischer oder gar physischer Gewalt werden“, erklärte der LSU-Bundesvorsitzende Alexander Vogt. „Politisch tritt die LSU für rechtliche Gleichstellung, gegen Diskriminierung und für gesellschaftliche Akzeptanz von Schwulen und Lesben, bi-, trans- und intersexuellen Menschen ein und versteht sich als Interessenvertretung derjenigen innerhalb der Unionsparteien.“ In Deutschland habe sich in den vergangenen Jahren viel bewegt, aber es gibt hierzulande wie auch weltweit noch viel zu tun im Sinne von Gleichberechtigung und Akzeptanz, so Vogt. „Die nach wie vor bestehende Ungleichbehandlung von Homosexuellen bei der Adoption wie auch die Unterscheidung der Institutionen Ehe und eingetragene Lebenspartnerschaft müsse endlich politisch beseitigt werden. Hier sind Bundesregierung und Bundestag gefragt!“ Es könne nicht sein, das erst wieder das Bundesverfassungsgericht weitere Fakten schaffe, so der LSU-Bundesvorsitzende.

Darüber hinaus müsse Deutschland sich auch international verstärkt des Themas Homophobie und Transphobie annehmen und beispielsweise seine Entwicklungshilfepolitik uns insbesondere die internationale Zusammenarbeit in Rechtsangelegenheiten und gesellschaftspolitischen Fragen verstärkt an Fragen des Umgangs mit homo-, trans- und intersexuellen Menschen orientieren, so Vogt weiter. „Staatliche Repressionen haben in den vergangenen Jahren weltweit leider wieder zugenommen. Insbesondere in muslimisch geprägten Ländern, in weiten Teilen Afrikas sowie in Russland ist die Rechtsstellung von Menschen, die ihre sexuelle Identität offen leben möchten, in einem beklagenswerten und besorgniserregenden Zustand. Strafrechtliche Verfolgung bis hin zu langjährigen Haftstrafen oder gar der Todesstrafe können wir ebenso wenig hinnehmen wie gesellschaftliche Ausgrenzung und Unterdrückung.“

Pressemitteilung als PDF: 15-05-17 LSU zum IDAHOT

CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf gefährdet Wahlerfolg in politischer Mitte

CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf gefährdet Wahlerfolg in politischer Mitte

Alexander Vogt: Nur die rechtliche Gleichstellung und das Kindeswohl können
zukünftig Grundlage für Adoptionsrecht sein

Alexander Vogt, Bundesvorsitzender der Lesben und Schwulen in der Union
(LSU), hat die jüngsten Äußerungen des CDU-Spitzenkandidaten für die
Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016 scharf kritisiert: Mit seiner Aussage
in einem Interviw mit dem Mannheimer Morgen, ein Adoptionsrecht für
gleichgeschlechtliche Paare widerspreche dem Schöpfungsplan, zeige Wolf nicht
nur, wie weit entfernt von der gesellschaftlichen Mehrheit er argumentiere.
„Guido Wolf gefährdet damit auch einen Wahlerfolg der CDU in der politischen
Mitte“, so Vogt. Umfragen zeigten immer wieder, dass sich eine breite Mehrheit
der Bevölkerung für die Möglichkeit der gemeinschaftlichen Adoption für
schwule und lesbische Lebenspartner ausspreche. „Im Übrigen besteht bereits
heute sowohl die Möglichkeit der Adoption für Einzelpersonen als auch für
gleichgeschlechtliche Paare in Form der Stiefkind- und Sukzessivadoption“,
erklärte der LSU-Bundesvorsitzende.

Folge man hingegen der Logik der Schöpfungsidee, müsse man zum einen
akzeptieren, dass der Schöpfer auch Schwule und Lesben geschaffen habe, auf
der anderen Seite müssten heterosexuelle Paare aber auch akzeptieren, dass der
Schöpfer ihnen vielleicht keine Kinder zugedacht habe. „Diese Argumentation
ist also weder logisch konsistent noch gesellschaftlich und menschlich
angemessen. Sie kann daher keine Grundlage für politische Entscheidungen und
allgemeingültige Rechtsvorgaben sein“, so Alexander Vogt. „Angemessen ist
daher zunächst eine für alle Menschen gleiche und gleichberechtigte
Möglichkeit der Adoption und zum anderen eine strikte Orientierung am
Kindeswohl – unabhängig von der geschlechtlichen Orientierung der
(potenziellen) Eltern. Nur diese Kombination aus rechtlicher Gleichstellung
und Kindeswohl kann zukünftig Grundlage für Adoptionsrecht sein.“

„Wenn CDU-Politiker heute noch glauben durch die Bedienung ewiggestriger
Meinungen Wahlen gewinnen zu können, haben sie leider nicht erkannt, wie weit
sich die Gesellschaft mehrheitlich bereits von solchen Positionen entfernt
hat. Stimmen, die die CDU damit am rechten Rand gewinnt, verliert sie doppelt
und dreifach in der politischen Mitte“, so Vogt.

Neuer Landesverband LSU Saar gegründet

Neuer Landesverband LSU Saar gegründet

Bundesvorsitzender Alexander Vogt: „Wir wünschen dem neu gewählten
Landesvorstand viel Erfolg und freuen uns auf die Unterstützung!“

 

An der Saar hat sich ein neuer Landesverband der Lesben und Schwulen in der
Union (LSU) gegründet. Der LSU-Bundesvorsitzende Alexander Vogt nahm am
Dienstagabend an der Gründungsversammlung teil und gratulierte zur Gründung
und dem neuen Landesvorstand zur Wahl: „Wir wünschen euch viel Freude und
Erfolg bei der politischen Arbeit“, erklärte Vogt. „Wir sind sehr stolz auf
die positive Entwicklung unserer Verbandsarbeit, die sich nicht nur in einer
stärkeren Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit sowie zunehmende Akzeptanz und
Unterstützung durch unsere Mutterparteien auszeichnet, sondern natürlich auch
über die vielfältige politische Arbeit in den Regionen.“ Neben dem höheren
Organisationsgrad durch neue Landesverbände (zuletzt gründete sich 2013 der
Landesverband Rheinland-Pfalz) nannte Vogt beispielhaft die Intensivierung der
Mitgliederarbeit, die vielfältigen politischen Aktionen und Veranstaltungen,
die Teilnahme an zahlreichen CSDs in ganz Deutschland sowie die vielen
Stammtische, bspw. in Köln, Hamburg, Berlin, Hannover, Wiesbaden und Leipzig.

 

Neu gewählter Landesvorsitzender Saar ist Christian Düppre. Ihm zur Seite
stehen Konrad Bauer und Dennis Kern  als stellvertretende Vorsitzende, Thomas
W. Schmitt (Schatzmeister) sowie sieben Beisitzer: Thomas J. Schmitt, Kai
Fries, Henning Fries, Florian Langendörfer, Daniel Minas, Sven Stolz und
Michael Stolz.
„Als Bundesverband wünschen wir dem motivierten Team um Christian Düppre
einen tollen Start, freuen uns auf die Unterstützung für unsere gemeinsamen
politischen Ziele und sagen gleichfalls unsere Unterstützung für den Aufbau
des Landesverbandes zu“, erklärte Alexander Vogt. „Auf eine gute
Zusammenarbeit im Sinne von Gleichberechtigung, Akzeptanz und bei allen
LGBTIQ-relevanten Themen!“

Pressemitteilung als PDF: 15-04-16_PI_Neuer Landesverband der LSU Saar gegründet