In diesem Jahr feiert die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld ihr 10-jähriges Bestehen. Der Höhepunkt der Feierlichkeiten bildet ein Online-Festakt, der am Freitag, 25. Juni stattfindet und per Online-Stream aus dem Studio des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) auf der Website www.mh-stiftung.de ausgestrahlt wird. LSU-Bundesvorsitzender Alexander Vogt blickt anlässlich des Jubiläums zurück und würdigt sowohl die Entwicklung als auch die Arbeit der Stiftung: “Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld hat sich in nur zehn Jahren zu einem wichtigen Eckpfeiler in der queeren Kultur unserer Republik entwickelt. Sie ist nicht mehr wegzudenken. Ihre Leistungen beispielsweise bei der Bewahrung von Erinnerungen, politischen Erfolgen wie dem Verbot sogenannter Konversionstherapien, aber auch auf dem Feld der Weiterbildung und Aufklärung sind in Deutschland bisher einzigartig. Besonders wichtig ist in meinen Augen auch, das Erbe ihres Namensgebers zu bewahren und in der heutigen Zeit fortzuführen. Das ist Jörg Litwinschuh-Barthel mit seinem engagierten Team definitiv gelungen. Ich wünsche mir, dass diese Erfolgsgeschichte weitergeht. Vor allem wünsche ich mir, dass die Akzeptanz und Bekanntheit der Bundesstiftung in der Gesellschaft noch weiter zunimmt.”

Die Stiftung wurde am 27. Oktober 2011 von der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium der Justiz, errichtet. Sie ist nach dem Arzt, Sexualforscher und Mitbegründer der ersten deutschen Homosexuellenbewegung Magnus Hirschfeld (1868-1935) benannt und dient nach eigener Aussage dem Ziel, „an Magnus Hirschfeld zu erinnern, Bildungs- und Forschungsprojekte zu fördern und einer gesellschaftlichen Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie queeren Personen (Abkürzung: LSBTTIQ) in Deutschland entgegenzuwirken“. Bereits im Oktober 2009 fand auf Initiative der FDP der Vorschlag, eine Magnus-Hirschfeld Stiftung zu errichten, Eingang in den Koalitionsvertrag mit CDU und CSU. Knapp zwei Jahre später am 31. August 2011 beschloss das Bundeskabinett die Gründung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.