Alexander Vogt: „Wichtig ist es, bei den Spielen in Russland Zeichen zu setzen“  

Der Bundesverband der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) dankt UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und vielen Sportlerinnen und Sportlern, Politikern, Kunstschaffenden sowie Bürgerinnen und Bürgern auf der ganzen Welt, die in diesen Tagen auf die menschenverachtende Lage von Lesben und Schwulen, bi-, trans- und intersexuellen Menschen in Russland aufmerksam machen und sich für die Abschaffung des sogenannten Gesetzes gegen die Verbreitung von „Propaganda von nicht-traditionellen sexuellen Beziehungen gegenüber Minderjährigen“ einsetzen. „Die Olympischen Winterspiele sind in erster Linie ein internationales Sportereignis. Die olympische Idee steht aber auch für Frieden, Völkerverständigung und wendet sich gegen Diskriminierungen jedweder Art“, erklärte der Bundesvorsitzende der LSU, Alexander Vogt. „Für uns ist daher ganz wichtig bei diesen Spielen in Russland ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen gegen Unterdrückung und Gefängnisstrafen für Menschen, die ihre Liebe offen zeigen. Ein Zeichen für Toleranz, Achtung der Menschenwürde und eine freiheitliche Zivilgesellschaft.“

Zeichen setzen könne unterschiedliche Ausprägungen haben: Lautstarker Protest oder eine Schweigeminute, demonstratives Fernbleiben von den Winterspielen genauso wie die Reise nach Russland und eine offene Ansprache. „Lesben und Schwulen, bi-, trans- und intersexuelle Menschen stehen für Vielfalt. Und so kann auch Protest gegen Unterdrückung und menschenverachtende Gesetze vielfältig sein“, erklärte Vogt weiter. Die weltweite Unterstützung für unsere Bewegung, unsere Identitäten und die Menschen, die sich ihnen zugehörig fühlen, macht uns stolz und hoffnungsfroh, dass sich die Idee von Freiheit auch und gerade im Leben von Menschen mit unterschiedlicher sexueller Identität in unserer Gesellschaft durchsetzen wird“, sagte Vogt.

„Wir wünschen den Sportlerinnen und Sportlern aus Deutschland, Russland und der Welt fröhliche Spiele und den russischen Politikern Einsicht und Erkenntnis, dass eine Politik von Einschüchterung und Unterdrückung anderer Lebensweisen keine Zukunft hat“, so der LSU-Bundesvorsitzende abschließend. Die LSU und ihre internationalen Partnerorganisationen werden sich mit aller Kraft dafür einsetzen.