„Lesben und Schwule erziehen ihre Kinder mit der gleichen Liebe und Fürsorge wie Heterosexuelle. Sie sind keine Eltern zweiter Klasse!“ erklärte der Bundesvorsitzende der Lesben und Schwulen in der Union (LSU), Alexander Vogt, als Reaktion auf eine Äußerung des Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, gegenüber der Frankfurter Rundschau. Kauder erklärte dort, er glaube nicht, dass Kinder in einer homosexuellen Partnerschaft aufzuwachsen wünschten.
„Eine vom Bundesjustizministerium 2009 veröffentlichte Studie hat längst das Gegenteil belegt“, stellte Vogt fest. „Die Äußerung von Herrn Kauder war völlig ohne Bezug zum Thema. Es ist sehr ärgerlich, dass die Union immer wieder versucht ihr familienpolitisches Profil auf Kosten gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften zu schärfen“, kritisiert der LSU-Chef Kauder.
„Selbstverständlich steht das Kindeswohl an erster Stelle. Darüber sind wir uns alle einig. Sofern Kinder gleichgeschlechtlicher Elternteile überhaupt Probleme bekommen, sind diese auf das sonstige Umfeld zurückzuführen, das Homosexuelle als Eltern ablehne. Dort muss der Hebel angesetzt werden, nicht bei der Elternschaft!“