Berlin. Der Bundesverband der Lesben und Schwulen in der Union kritisiert das ablehnende Votum der unionsgeführten Landesregierungen hinsichtlich der Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Einkommensteuer- und Adoptionsrecht scharf.

„Insbesondere bezogen auf die Angleichung bei der Einkommenssteuer ist das Verhalten von CDU und CSU reaktionär und überhaupt nicht nachvollziehbar – warum muss man sich denn nach der von Karlsruhe eingeforderten Gleichstellung bei der Erbschaftssteuer nun auch bei der Einkommenssteuer vom Bundesverfassungsgericht zwingen lassen?“, so Thomas Steins, stellv. Bundesvorsitzender der LSU.

Steins: „Es gibt in der Tat keine nachvollziehbaren Gründe, warum sich die Bundesregierung und die CDU-geführten Länder noch immer so vehement dagegen wehren. Gerade auch aufgrund des christlichen Menschenbildes sollte die Union es würdigen, wenn zwei Menschen dauerhaft füreinander Verantwortung für sich und auch für Kinder übernehmen möchten. „