LSU gegen Demografie-Rücklage: Zwangsabgabe schadet einer kinderfreundlichen Gesellschaft  

Der Bundesverband der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) sieht die Planung einer Demografie-Rücklage, wie von der Jungen Gruppe der CDU-/CSU-Fraktion vorgeschlagen, äußerst kritisch. Stattdessen stellt sich die LSU hinter die Forderung von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, bessere Anreize durch Entlastung zu schaffen, um die Familienplanung attraktiv zu machen.

Dazu erklärt Alexander Vogt, Bundesvorsitzender der LSU:

„Die Folgen des demografischen Wandels können nicht einseitig zu Lasten der Kinderlosen ausgehen. Zumal diese Abgabe für Paare, die aus gesundheitlichen Gründen keine Kinder bekommen können, sogar eine doppelte Bestrafung darstellt. Gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften würden allein schon deswegen zur Abgabe gezwungen werden, weil sie nach derzeitiger Rechtslage keine Kinder adoptieren dürfen.

Unserer Ansicht nach ist es viel entscheidender, endlich eine große Steuerreform zu verabschieden, die zu mehr Einkommensgerechtigkeit und zu besseren Haushaltssituationen der Familien führt. Wer sieht, mit welchen geringen Einkommen und hohen Belastungen Familien heute teilweise klar kommen müssen, der entscheidet sich womöglich schnell, kinderlos zu bleiben. Das ist der Haken. Eine kinderfreundliche Gesellschaft erreichen wir nicht durch Zwangsabgaben.“