#JazurEhe – LSU-Bundesvorsitzender Alexander Vogt: „Ein langer Kampf hat sich gelohnt“ – Vorfreude beim Parlamentarischen Jahresempfang der LSU

#JazurEhe – LSU-Bundesvorsitzender Alexander Vogt: „Ein langer Kampf hat sich gelohnt“ – Vorfreude beim Parlamentarischen Jahresempfang der LSU

Mit mehr als 200 Gästen feierten die Lesben und Schwulen in der Union am Vorabend der Abstimmung über die Öffnung der Ehe im Deutschen Bundestag

„Kaum einer wird daran zweifeln: Für Lesben und Schwule in Deutschland ist heute ein historischer Tag“, erklärte der Bundesvorsitzende der Lesben und Schwulen in der Union (LSU), Alexander Vogt, nach der heutigen Abstimmung im Deutschen Bundestag, die er gemeinsam mit einigen Mitstreitern von der Besuchertribüne des Bundestags aus live verfolgte. „Ich bin einfach nur glücklich! Ein langer Kampf hat sich gelohnt. Immerhin ein Viertel der Abgeordneten von CDU und CSU hat heute für die Öffnung der Ehe gestimmt. Darauf können wir alle auch in der LSU stolz sein. Viele Gespräche, die wir in den vergangenen Jahren geführt haben, haben ihren Teil dazu beigetragen, dass sich doch ein beträchtlicher Teil von Abgeordneten aus der Union für das Recht auf Eheschließung auch durch Lesben und Schwule ausgesprochen hat.“ Gleichwohl müsse man zur Kenntnis nehmen, dass umgekehrt Dreiviertel der Parlamentarier von CDU und CSU noch nicht überzeugt werden konnten. „Das zeigt uns repräsentativ, dass die vollständige rechtliche Gleichstellung noch lange nicht gleichzusetzen ist mit vollständiger gesellschaftlicher Akzeptanz. Dafür wollen und dafür werden wir uns auch in Zukunft weiter engagieren.“

Insgesamt stimmten heute 393 von 623 Abgeordneten für den vom Bundesrat eingebrachten Gesetzentwurf, nach dem das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) dahingehend geändert wird, dass die Ehe künftig auch von Personen gleichen Geschlechts geschlossen werden kann. Die überwältigende Mehrheit im Bundestag schließt neben Stimmen von SPD, Linken und Grünen auch 75 Stimmen aus den Reihen der Union ein.

Denkwürdig war aber nicht nur die heutige Abstimmung. Denkwürdig war bereits der Vorabend, an dem der LSU-Bundesverband mit mehr als 200 Gästen seinen traditionellen Parlamentarischen Jahresempfang feierte. Als vor rund acht Wochen die Einladungen herausgingen konnte noch niemand ahnen, dass es der Vorabend der Beschlussfassung im Deutschen Bundestag sein würde. Aber der Bundesvorstand handelte schnell, nachdem sich in dieser Woche die Abstimmung noch am heutigen Freitag abzeichnete und deklarierte die Feier in der Hauptstadtrepräsentanz des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV) in Berlin-Mitte spontan als „Polterabend“.

Der LSU-Bundesvorsitzende Alexander Vogt dankte in seiner Ansprache „allen Mitgliedern der LSU, unseren Unterstützerinnen und Unterstützern in der Union und den anderen Parteien und allen Freundinnen und Freunden in der Community, die mit großartigem Engagement, Hartnäckigkeit und über viele Jahre hinweg auf dieses Ziel der Öffnung der Ehe hingearbeitet haben“. Und er dankte auch der Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel „erstens für das tolle Timing und zweitens für das volle Haus“. Auch wenn in dieser Woche das „Ja zur Ehe“ im Mittelpunkt allen Interesses stehe, so sei die Arbeit der LSU mit dem Vollzug des letzten Punktes der vollständigen rechtlichen Gleichstellung noch lange nicht getan. Neben dem bereits erwähnten Engagement für gesellschaftliche Akzeptanz, trete die LSU in ihrer aktuellen Kampagne unter dem Motto „Einigkeit.Recht.Freiheit. Das ist unsere Sicherheit!“ für einen umfassenden Schutz der freien und offenen Gesellschaft ein, die sich im aktuellen Staatswesen der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Einbettung in Europa und die westlichen Strukturen widerspiegele. Eine Reformierung des Transsexuellengesetzes, Gesundheit und Prävention (Stichwort PrEP) sowie der Kampf gegen Hassgewalt sind laut Vogt weitere Themen auf der Tagesordnung der LSU.

Ein Grußwort sprach der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanz­ministerium und CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn. Er sagte: „Wenn zwei Menschen rechtlich verbindlich vor dem Staat erklären, dass sie mit allen Konsequenzen lebenslang in guten wie in schlechten Zeiten finanziell und fürsorglich füreinander einstehen, dann leben sie genau die bürgerlichen Werte von Verlässlichkeit, von Freiheit in Verantwortung und von Zusammenhalt, wegen derer ich einmal in die CDU eingetreten bin. Übrigens: Man kann für die Öffnung der Ehe sein und sich gleichzeitig für den Schutz der Familie einsetzen. Ich werbe sehr für mehr Respekt und Unterstützung für Familien, gerade für die mit vielen Kindern. Familien sind Zukunft und Kern unserer Gesellschaft und das bleiben sie auch.“ Spahn, selbst schwul, ist einer der Bundestagsabgeordneten, die heute für die Öffnung der Ehe gestimmt haben.

Fotohinweis: LSU/ B. Mannhöfer
Weitere Fotos stellen wir Ihnen gerne auf Anfrage zur Verfügung.

Pressemitteilung als PDF: 17-06-30_PI #JazurEhe – LSU-Bundesvorsitzender Vogt LangerKamopf hat sich gelohnt!.pdf

Neuer Landesverband „LSU Niedersachsen“ gegründet

Neuer Landesverband „LSU Niedersachsen“ gegründet

Bundesvorsitzender Alexander Vogt: „Ich freue mich, dass wir damit nun in der Mehrzahl der deutschen Bundesländer organisiert sind. Den neuen Landesverband werden wir mit Rat und Tat beim Aufbau unterstützen!“

In Niedersachsen hat sich am vergangenen Samstag ein neuer Landesverband der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) gegründet. Der LSU-Bundesvorsitzende Alexander Vogt, der an der Gründungsversammlung in Hannover teilnahm, gratulierte zur Gründung und dem neuen Landesvorstand zur Wahl: „Herzlichen Glückwunsch allen Gewählten. Wir wünschen Euch einen guten Start, viel Freude und Erfolg bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben. Wir sind froh über Eure Unterstützung und freuen uns zukünftig mit Euch zusammen für unsere gemeinsamen politischen Ziele eintreten zu können. Auf eine gute Zusammenarbeit!“, erklärte Vogt. „Dass die LSU nun in der Mehrzahl der deutschen Bundeländer in Landesverbänden organisiert ist, ist ein Erfolg aus unserer Arbeit in den vergangenen Jahren. Darauf sind wir sehr stolz! Der immer höhere Organisationsgrad unseres Verbands zeigt die positive Entwicklung unserer Tätigkeit und ist zudem ein weiterer Schritt in Richtung einer stärkeren strukturellen Annäherung an unsere Mutterparteien“, sagte der Bundesvorsitzende weiter.

Neu gewählter Landesvorsitzender ist Dr. Sven Alexander van der Wardt: „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und bin schon ein wenig stolz, dass so viele Vertreter der CDU zum Empfang anlässlich unserer Gründung erschienen sind. Darin sehe ich ein gutes Zeichen und einen Auftrag für meine weitere Arbeit: Die LSU in Niedersachsen noch stärker mit der Mutterpartei zu verbinden“, so van der Wardt nach seiner Wahl. Ihm zur Seite stehen Thorsten Köster und Dirk Loeben als stellvertretende Vorsitzende, Petra Többe als Schatzmeisterin sowie zwei Beisitzer: Niklas Kleinwächter und Sönke Siegmann.

Niklas Kleinwächter wurde an diesem Tag außerdem zum neuen Vorsitzenden des LSU-Regionalverbands Nord gewählt und gehörte daher ebenso zu den Gratulanten: „Es ist sehr gut, dass wir in Niedersachsen jetzt so stark aufgestellt sind. Unsere Präsenz in Braunschweig, Hannover und Oldenburg hat sich ausgezahlt. In Zukunft wollen wir nun mit guten Veranstaltungen Partei und Community öfter zusammenbringen. Außerdem soll die LSU im Norden mehr Aktivität zeigen“, sagte Kleinwächter.

Die LSU versteht sich als Interessenvertretung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Transgender sowie Intersexuelle (LSBTTI*) in der CDU und CSU. Ihr Ziel ist es, die Rechte von LSBTTI*-Personen in Deutschland und Europa zu stärken und Diskriminierung zu beseitigen. Nach Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen ist Niedersachsen nun der neunte Landesverband der LSU. Der Regionalverband Nord der LSU ist für die Bundesländer Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zuständig.

Pressemitteilung als PDF: 17-02-07_PI_Neuer Landesverband LSU Niedersachsen gegründet.pdf

 

LSU gedenkt der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

LSU gedenkt der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

„Eine ‚erinnerungspolitische Wende um 180 Grad‘ werden wir niemals zulassen!“

Am heutigen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, der gleichzeitig der 72. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz  ist, gedenkt auch der Bundesverband der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) aller Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. „Das ewige Erinnern an millionenfache Verfolgung und Ermordung durch die Nazis ist und bleibt fester Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur“, erklärte der LSU-Bundesvorsitzende Alexander Vogt. „Politischen Forderungen  von rechts-außen nach einer‚ erinnerungs­politischen Wende um 180 Grad‘ erteilen wir eine klare Absage. Die Shoa in ihrer historischen Einzigartigkeit ist tief verankert in der Erinnerung der deutschen Zivilgesellschaft wie auch des deutschen Staates. Daran wird auch kein dahergelaufener Rechtspopulist etwas ändern“, so Vogt.

Gerade am heutigen Tag, an dem der ehemalige Bundespräsident Prof. Dr. Roman Herzog, zu Grabe getragen wird, sei es wichtig in Erinnerung zu rufen, dass es über diesen Teil unserer Erinnerungskultur seit mehreren Jahrzehnten einen breiten gesellschaftlichen Konsens gebe, der von ganz links über die liberale Mitte bis hinein in das gesamte bürgerlich-konservative Lager reicht. Herzog hatte als amtierender Bundespräsident den 27. Januar im Jahr 1996 zum nationalen Gedenktag erhoben. „Seit über 20 Jahren gedenken wir also auch offiziell als Nation dieses dunkelsten Kapitels unserer Geschichte“, hob der LSU-Bundesvorsitzende hervor. Darin eingeschlossen seien alle Opfer des NS-Regimes – gleich ob sie wegen ihres Glaubens, ihrer ethnischen oder kulturellen Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung oder Identität, wegen einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung oder auch aufgrund ihrer politischen Einstellung verfolgt wurden. „Dieses Gedenken stärkt uns auch in unserem Bekennen zum deutschen Staate und erinnert uns daran, dass wir jederzeit gegen Hass und Gewalt öffentlich eintreten müssen“, so Vogt.

Die LSU gedenkt als Interessenvertretung für Lesben und Schwule, bi-, trans- und intersexuelle Menschen ganz besonders der Frauen und Männer, die aus Gründen ihrer geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung Opfer der Nazis wurden, verfolgt, gequält und ermordet wurden“, erklärte Alexander Vogt. „Das Ansteigen von Hasskriminalität und politischen Bedrohung durch Rechtsextremisten und Islamisten führen uns vor Augen, dass es auch und gerade in unserer freiheitlichen Demokratie notwendig ist und bleibt, sich gegen Unterdrückung und Verfolgung einzusetzen und die Errungenschaften der westlichen Gesellschaften zu verteidigen.“

Pressemitteilung als PDF: 17-01-27_PI_LSU gedenkt der Opfer der nationalsozialistischenGewaltherrschaft.pdf

Gesellschaftliche Akzeptanz von Vielfalt muss auch HIV-Positive einschließen!

Gesellschaftliche Akzeptanz von Vielfalt muss auch HIV-Positive einschließen!

LSU würdigt vielfältiges Engagement und gedenkt der Opfer

„Die Krankheit AIDS ist noch lange nicht besiegt, aber HIV-positive Menschen haben Dank der Fortschritte in der medizinischen Forschung heute eine ganz andere Lebenserwartung und vor allem Lebensqualität“, stellte der LSU-Bundesvorsitzende Alexander Vogt anlässlich des Welt-AIDS-Tages fest. „Das, was die Lebensqualität HIV-positiver Menschen heute jedoch noch am meisten beeinträchtigt, sind Stigmatisierung durch und Unsicherheit auf Seiten ihrer Mitmenschen. Deshalb ist es Ziel der diesjährigen Kampagne ‚Positiv zusammen leben!‘ den unbefangenen Umgang mit infizierten Menschen zu fördern.“ Die LSU unterstütze das Anliegen und setze sich dafür ein, dass die von Seiten der LSBT*I-Community geforderte Akzeptanz von gesellschaftlicher Vielfalt selbstverständlich auch HIV-positive Menschen einschließe. „Und deshalb unterstützen wir auch jede Form von Aufklärung und des offenen Umgangs mit der Krankheit AIDS und der Ansteckung mit HIV“, so Vogt.

Weltweit leben etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV. Rund 2,1 Millionen kommen pro Jahr hinzu. Die Zahl der HIV-Positiven bewegt sich in Deutschland bei rund 85.000 Menschen. Vogt würdigte in diesem Zusammenhang auch das Engagement vieler Ehren- und Hauptamtlicher, die sich als Einzelpersonen oder Organisationen für den Kampf gegen die Krankheit AIDS und gesellschaftliche Offenheit im Umgang mit ihr einsetzen. „Vor allem gedenken wir heute aber auch der Menschen, die in den vergangenen Jahrzehnten der Krankheit zum Opfer gefallen sind. Auch in ihrem Sinne dürfen wir in unserem Wirken und öffentlichen Engagement nicht nachlassen!“

Pressemitteilung als PDF: 16-12-01_PI_LSU zum Welt-AIDS-Tag.pdf

Alexander Vogt bleibt Vorsitzender der Lesben und Schwulen in der Union (LSU)

Alexander Vogt bleibt Vorsitzender der Lesben und Schwulen in der Union (LSU)

Bundesmitgliederversammlung bestätigt Vorsitzenden mit 93,5 % im Amt und beschließt Papiere zu Wirtschaft, Familie und Sicherheit

Die Bundesmitgliederversammlung der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) hat auf ihrer Tagung am vergangenen Wochenende in Hamburg einen neuen Vorstand gewählt. Alexander Vogt (Frankfurt) wurde mit 93,5 Prozent der Stimmen als Vorsitzender im Amt bestätigt und wird den Verband für weitere zwei Jahre führen. Als Stellvertreter wiedergewählt wurde Carsten Sura (Berlin), neuer Stellvertreter und damit Nachfolger von Sönke Siegmann wurde Christian Röbcke-Gronau (Hamburg). Uwe Bruchhausen (Odenthal) löst Christian Hölting als Bundesschatzmeister ab. In ihren Ämtern bestätigt wurden Matthias Block-Löwer als Bundesgeschäftsführer und Stefan Löwer als Bundespressesprecher (beide Wiesbaden).

Den Vorstand komplettieren als Beisitzer Petra Többe (Visselhövede), Patrick M. Slapal (München), Dirk Braitschink (Berlin), David Scharf (Leipzig), Philipp Pohlmann (Köln), Benjamin Daniel Thomas (Essen), Markus Klaer (Berlin), Henning Fries (Namborn) und Michael Ziegler (Gründau).

In seinem Jahresbericht verwies Vogt auf zahlreiche Aktivitäten des Bundesverbandes in den abgelaufenen zwölf Monaten. Im Mittelpunkt der Arbeit stand die Jahreskampagne „Nein zur Hassgewalt!“. Während der gesamten CSD-Saison hat die LSU auf die Zunahme von Hassgewalt-Delikten aufmerksam gemacht und eine Reihe von Forderungen an Politik und Justiz gerichtet. Vorstandsmitglieder der LSU führten während des gesamten vergangenen Jahres diverse Gespräche mit Bundes-, Landes- und Europapolitikern der Union, um ihre Positionen in die Mutterparteien CDU und CSU hineinzutragen. „Im Herbst dieses Jahres konnten dann einige Früchte unserer Arbeit geerntet werden“, berichtete Vogt. Mitte September fand zunächst das Jahrestreffen der European LGBT Centre-Right Alliance in Helsinki statt, bei dem Alexander Vogt erneut zum Präsidenten gewählt wurde. Anfang Oktober wurde in Dresden der Landesverband Sachsen, und damit der achte Landesverband der LSU gegründet. Und schließlich hat die Unionsfraktion im Deutschen Bundestag der Rehabilitierung der Opfer des Strafrechtsparagraphen 175 zugestimmt, was auch auf die nachdrückliche Zusammenarbeit von LSU und den ihr nahestehenden Abgeordneten von CDU und CSU zurückzuführen ist. Außerdem konnte die LSU in diesem Jahr die Berufung ihres Vorsitzenden Vogt in den CDU-Bundesfachausschuss Familie, Senioren, Frauen und Jugend als Erfolg für sich verbuchen.

Auf ihrer zweitägigen Versammlung, die in diesem Jahr vom Regionalverband Nord unter Leitung von Christian Röbcke-Gronau ausgerichtet wurde, konnten die Mitglieder mit dem Landesvorsitzenden der CDU Hamburg und Ehrenvorsitzenden der LSU, Dr. Roland Heintze, einen prominenten Gast begrüßen, der die aktuelle Stimmungslage in der Union hervorragend analysierte und für eine stärkere Einbindung aller Flügel der Partei – des liberalen, des christlich-sozialen und des konservativen – warb. Heintze forderte auch die LSU auf, sich breiter thematisch aufzustellen und wirtschafts- und sicherheitspolitische Standpunkte zu formulieren. Auf der anderen Seite sah er aber auch die Notwendigkeit, dass sich die CDU stärker zu Themen hin öffnet, die den Alltag der Menschen bewegen, wie bspw. die Balance von Arbeit, Freizeit und Familienzeit: „Die CDU muss stärker auf Veränderungen von Gesellschaft und Lebensentwürfen reagieren, um auch in Zukunft Volkspartei zu bleiben und breite Mehrheiten von ihrer Politik überzeugen zu können“, so Heintze.

Auf der Bundesmitgliederversammlung wurde nicht zuletzt auch inhaltlich diskutiert. So waren der Hamburger Bundestagsabgeordnete Marcus Weinberg und Dennis Gladiator, Abgeordneter der Hamburger Bürgerschaft, mit Impulsvorträgen zu den Themen Familie und Innere Sicherheit zu Gast. Während Marcus Weinberg über einen in Umfragen zu verzeichnenden Kompetenzverlust der Union in der Familienpolitik in den vergangenen Jahren und neue Vorschläge für ein familienfreundlicheres Steuersystem berichtete, legte Gladiator den Fokus darauf, dass in der Innen- und Sicherheitspolitik die Opferperspektive künftig eine stärkere Rolle spielen müsse. Gleichzeitig müssten aber auch die Bereiche Prävention und Fortbildung der Sicherheitskräfte sowie der Personalmangel bei Polizei und Justiz in einigen Ländern angegangen werden.

Die Bundesmitgliederversammlung verabschiedete daraufhin drei Papiere, in denen die LSU sich u.a. für ein neues Familienbild positionieren will, mit Unternehmen und Kammern über das Thema Diversity-Management ins Gespräch kommen will und sich dazu bekennt, die Kampagne zur Hassgewalt fortzuführen und die darin gestellten Forderungen innerhalb der eigenen Parteien und gegenüber den zuständigen Behörden nachhaltig zu platzieren.

Pressemitteilung als PDF: 16-10-26_PI Alexander Vogt bleibt LSU-Vorsitzender.pdf