LSU zum IDAHOT: „In Deutschland und weltweit ist noch viel zu tun!“

LSU zum IDAHOT: „In Deutschland und weltweit ist noch viel zu tun!“

Bundesvorsitzender Alexander Vogt: „Wir gedenken der Opfer von homophober und transphober Gewalt“

„Am Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie (IDAHOT) denken wir an alle Menschen, die heute noch Opfer von verbaler, psychischer oder gar physischer Gewalt werden“, erklärte der LSU-Bundesvorsitzende Alexander Vogt. „Politisch tritt die LSU für rechtliche Gleichstellung, gegen Diskriminierung und für gesellschaftliche Akzeptanz von Schwulen und Lesben, bi-, trans- und intersexuellen Menschen ein und versteht sich als Interessenvertretung derjenigen innerhalb der Unionsparteien.“ In Deutschland habe sich in den vergangenen Jahren viel bewegt, aber es gibt hierzulande wie auch weltweit noch viel zu tun im Sinne von Gleichberechtigung und Akzeptanz, so Vogt. „Die nach wie vor bestehende Ungleichbehandlung von Homosexuellen bei der Adoption wie auch die Unterscheidung der Institutionen Ehe und eingetragene Lebenspartnerschaft müsse endlich politisch beseitigt werden. Hier sind Bundesregierung und Bundestag gefragt!“ Es könne nicht sein, das erst wieder das Bundesverfassungsgericht weitere Fakten schaffe, so der LSU-Bundesvorsitzende.

Darüber hinaus müsse Deutschland sich auch international verstärkt des Themas Homophobie und Transphobie annehmen und beispielsweise seine Entwicklungshilfepolitik uns insbesondere die internationale Zusammenarbeit in Rechtsangelegenheiten und gesellschaftspolitischen Fragen verstärkt an Fragen des Umgangs mit homo-, trans- und intersexuellen Menschen orientieren, so Vogt weiter. „Staatliche Repressionen haben in den vergangenen Jahren weltweit leider wieder zugenommen. Insbesondere in muslimisch geprägten Ländern, in weiten Teilen Afrikas sowie in Russland ist die Rechtsstellung von Menschen, die ihre sexuelle Identität offen leben möchten, in einem beklagenswerten und besorgniserregenden Zustand. Strafrechtliche Verfolgung bis hin zu langjährigen Haftstrafen oder gar der Todesstrafe können wir ebenso wenig hinnehmen wie gesellschaftliche Ausgrenzung und Unterdrückung.“

Pressemitteilung als PDF: 15-05-17 LSU zum IDAHOT

CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf gefährdet Wahlerfolg in politischer Mitte

CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf gefährdet Wahlerfolg in politischer Mitte

Alexander Vogt: Nur die rechtliche Gleichstellung und das Kindeswohl können
zukünftig Grundlage für Adoptionsrecht sein

Alexander Vogt, Bundesvorsitzender der Lesben und Schwulen in der Union
(LSU), hat die jüngsten Äußerungen des CDU-Spitzenkandidaten für die
Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016 scharf kritisiert: Mit seiner Aussage
in einem Interviw mit dem Mannheimer Morgen, ein Adoptionsrecht für
gleichgeschlechtliche Paare widerspreche dem Schöpfungsplan, zeige Wolf nicht
nur, wie weit entfernt von der gesellschaftlichen Mehrheit er argumentiere.
„Guido Wolf gefährdet damit auch einen Wahlerfolg der CDU in der politischen
Mitte“, so Vogt. Umfragen zeigten immer wieder, dass sich eine breite Mehrheit
der Bevölkerung für die Möglichkeit der gemeinschaftlichen Adoption für
schwule und lesbische Lebenspartner ausspreche. „Im Übrigen besteht bereits
heute sowohl die Möglichkeit der Adoption für Einzelpersonen als auch für
gleichgeschlechtliche Paare in Form der Stiefkind- und Sukzessivadoption“,
erklärte der LSU-Bundesvorsitzende.

Folge man hingegen der Logik der Schöpfungsidee, müsse man zum einen
akzeptieren, dass der Schöpfer auch Schwule und Lesben geschaffen habe, auf
der anderen Seite müssten heterosexuelle Paare aber auch akzeptieren, dass der
Schöpfer ihnen vielleicht keine Kinder zugedacht habe. „Diese Argumentation
ist also weder logisch konsistent noch gesellschaftlich und menschlich
angemessen. Sie kann daher keine Grundlage für politische Entscheidungen und
allgemeingültige Rechtsvorgaben sein“, so Alexander Vogt. „Angemessen ist
daher zunächst eine für alle Menschen gleiche und gleichberechtigte
Möglichkeit der Adoption und zum anderen eine strikte Orientierung am
Kindeswohl – unabhängig von der geschlechtlichen Orientierung der
(potenziellen) Eltern. Nur diese Kombination aus rechtlicher Gleichstellung
und Kindeswohl kann zukünftig Grundlage für Adoptionsrecht sein.“

„Wenn CDU-Politiker heute noch glauben durch die Bedienung ewiggestriger
Meinungen Wahlen gewinnen zu können, haben sie leider nicht erkannt, wie weit
sich die Gesellschaft mehrheitlich bereits von solchen Positionen entfernt
hat. Stimmen, die die CDU damit am rechten Rand gewinnt, verliert sie doppelt
und dreifach in der politischen Mitte“, so Vogt.

Neuer Landesverband LSU Saar gegründet

Neuer Landesverband LSU Saar gegründet

Bundesvorsitzender Alexander Vogt: „Wir wünschen dem neu gewählten
Landesvorstand viel Erfolg und freuen uns auf die Unterstützung!“

 

An der Saar hat sich ein neuer Landesverband der Lesben und Schwulen in der
Union (LSU) gegründet. Der LSU-Bundesvorsitzende Alexander Vogt nahm am
Dienstagabend an der Gründungsversammlung teil und gratulierte zur Gründung
und dem neuen Landesvorstand zur Wahl: „Wir wünschen euch viel Freude und
Erfolg bei der politischen Arbeit“, erklärte Vogt. „Wir sind sehr stolz auf
die positive Entwicklung unserer Verbandsarbeit, die sich nicht nur in einer
stärkeren Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit sowie zunehmende Akzeptanz und
Unterstützung durch unsere Mutterparteien auszeichnet, sondern natürlich auch
über die vielfältige politische Arbeit in den Regionen.“ Neben dem höheren
Organisationsgrad durch neue Landesverbände (zuletzt gründete sich 2013 der
Landesverband Rheinland-Pfalz) nannte Vogt beispielhaft die Intensivierung der
Mitgliederarbeit, die vielfältigen politischen Aktionen und Veranstaltungen,
die Teilnahme an zahlreichen CSDs in ganz Deutschland sowie die vielen
Stammtische, bspw. in Köln, Hamburg, Berlin, Hannover, Wiesbaden und Leipzig.

 

Neu gewählter Landesvorsitzender Saar ist Christian Düppre. Ihm zur Seite
stehen Konrad Bauer und Dennis Kern  als stellvertretende Vorsitzende, Thomas
W. Schmitt (Schatzmeister) sowie sieben Beisitzer: Thomas J. Schmitt, Kai
Fries, Henning Fries, Florian Langendörfer, Daniel Minas, Sven Stolz und
Michael Stolz.
„Als Bundesverband wünschen wir dem motivierten Team um Christian Düppre
einen tollen Start, freuen uns auf die Unterstützung für unsere gemeinsamen
politischen Ziele und sagen gleichfalls unsere Unterstützung für den Aufbau
des Landesverbandes zu“, erklärte Alexander Vogt. „Auf eine gute
Zusammenarbeit im Sinne von Gleichberechtigung, Akzeptanz und bei allen
LGBTIQ-relevanten Themen!“

Pressemitteilung als PDF: 15-04-16_PI_Neuer Landesverband der LSU Saar gegründet

LSU gedenkt der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

LSU gedenkt der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

Kranzniederlegung am Denkmal für die im Dritten Reich verfolgten Homosexuellen

 

Der Bundesverband der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) gedenkt aller Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. „Der Auschwitz-Gedenktag mahnt alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, die Erinnerung an die Schreckensherrschaft der Nazis und den millionenfachen Mord an den europäischen Juden und vieler weiterer Verfolgter des Regimes stets wachzuhalten und mit allen Demokratinnen und Demokraten dafür einzutreten, dass Hass und Gewalt niemals wieder von deutschem Boden ausgehen“, erklärte heute der LSU-Bundesvorsitzende Alexander Vogt.

Vor 70 Jahren – am 27. Januar 1945 – wurden das Vernichtungslager Auschwitz und die letzten der dort noch verbliebenen Häftlinge von sowjetischen Truppen befreit. Der 27. Januar wurde 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Professor Roman Herzog zum „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ proklamiert und ist seitdem in Deutschland gesetzlicher Gedenktag. An diesem Tag wird aller Opfer des NS Regimes gedacht: „Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene und Deserteure, Greise und Kinder an der Front, Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden“, so hat es Bundestagspräsident Norbert Lammert vor einigen Jahren einmal zusammengefasst.

„Als Interessenvertretung für Lesben und Schwule, bi-, trans- und intersexuelle Menschen gedenken wir natürlich ganz besonders der Frauen und Männer, die aus Gründen ihrer sexuellen Identität Opfer der Nazis wurden, verfolgt, gequält und ermordet wurden“, erklärte Alexander Vogt. Mitglieder der LSU werden morgen gemeinsam mit Vertretern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an der vom Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas organisierten Gedenkfeier am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin-Tiergarten teilnehmen und einen Kranz niederlegen. „Die Verbrechen der Nazis sind singulär in der Geschichte“, betonte Vogt. „Trotzdem erinnern wir an diesem Tag auch daran, dass auch heute noch in vielen Länder der Welt Homosexuelle strafrechtlich verfolgt, inhaftiert und in einigen Ländern sogar zum Tode verurteilt werden – allein
aufgrund ihrer sexuellen Identität.“

Umso wichtiger sei es, dass gerade auch in der westlichen Welt immer wieder an die Errungenschaften der Freiheit und der freien Entfaltung der Persönlichkeit sowie den unveräußerlichen Schutz der Menschenwürde erinnert werde. „Diese Werte sind alles andere als selbstverständlich und müssen jeden Tag aufs Neue verteidigt werden“, so Vogt. „Die Geschichte mahnt uns, den Kampf gegen Unrecht, Hass und Gewalt jeden
Tag erneut aufzunehmen.“